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Artikel: Watches & Wonders Trends 2026: Was hat sich bewährt?

OYSTER PERPETUAL 41
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Watches & Wonders Trends 2026: Was hat sich bewährt?

Die Watches & Wonders 2026 erwies sich erneut als Veranstaltung der Extraklasse. Mit kreativen Ideen, technischer Raffinesse und inspirierenden Neuheiten verstanden es die Hersteller, Uhrenliebhaber zu begeistern und zu überraschen. Statt auf radikale Neuanfänge zu setzen, stand die konsequente Weiterentwicklung im Mittelpunkt. Ikonische Modelle wurden behutsam verfeinert, mit anspruchsvollen mechanischen Verbesserungen ausgestattet und durch historische Jubiläen eindrucksvoll in Szene gesetzt. So entstanden Uhren, die Tradition und Innovation gekonnt vereinen und echte Begehrlichkeiten wecken.

Rolex Daytona: Die Evolution im Detail

Foto: Rolex © Stojan - Oyster Perpetual Cosmograph Daytona

Auf der Watches & Wonders präsentierte Rolex der Öffentlichkeit eine neue Daytona. Im Mittelpunkt standen dabei keine grundlegenden Veränderungen des beliebten Modells, sondern sorgfältig ausgearbeitete Details, die für frische Akzente sorgten. Besonders bemerkenswert ist das neue Rolesium-Konzept von Rolex, das Oystersteel für das Gehäuse mit Platin für die Einfassung der Lünette kombiniert. Zu den Höhepunkten zählen das weiße Grand-Feu-Emaille-Zifferblatt auf Keramikbasis sowie der erstmals freie Blick durch den Saphirglasboden auf das Kaliber 4131 mit seinem markanten Goldrotor.

Tudor Royal: Kaliber-Upgrade und Designschärfung

Foto: © Tudor

Tudor hat die Royal Kollektion umfassend weiterentwickelt und ihr eine deutlich stärkere Eigenständigkeit verliehen. Ziel ist es, sich weniger auf den Erfolg der Black Bay zu stützen und zugleich etablierten Ikonen wie der Rolex Datejust oder der Cartier Santos selbstbewusst die Stirn zu bieten. Dafür wurde die Tudor Royal mit echten Manufakturkalibern der Reihen MT5201, MT5412 und MT5633 ausgestattet. Erhältlich ist die Kollektion in den Größen 30, 36 und 40 Millimeter und spricht damit ein breites Publikum an. Zusätzliche Akzente setzen die neuen Zifferblattfarben Lachs, Burgundy und Eisblau, die als selbstbewusstes Statement unverkennbar in Richtung der Datejust interpretiert werden können.

Das 100jährige Jubiläum der Rolex Oyster Perpetual

Foto: Rolex © Stojan - Oyster Perpetual 

Das Jahr 2026 steht bei Rolex ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Vor 100 Jahren präsentierte die Manufaktur das wasserdichte Oyster Gehäuse und legte damit einen Meilenstein der Uhrengeschichte. Gefeiert wird dieses Ereignis ausgerechnet innerhalb der Oyster Perpetual Kollektion, die als Einstieg in die Welt von Rolex gilt. Das Oyster Band bleibt vollständig in satiniertem Stahl gehalten, während Lünette und Krone aus Gold gefertigt sind. Auf dem schiefergrauen Zifferblatt findet sich anstelle der üblichen „Swiss Made“ Signatur bei sechs Uhr der dezente Schriftzug „100 Years

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte auf der Watches & Wonders zudem das aufwendig gestaltete Jubilee Motiv Zifferblatt. Die mehrfarbige Ausführung ist in zehn unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich und unterstreicht eindrucksvoll die kreative Seite der Schweizer Manufaktur. Damit gelang Rolex eine Präsentation, die Tradition, Jubiläumscharakter und gestalterische Frische auf bemerkenswerte Weise miteinander verbindet.

JLC Master Control Chronomètre Date: Flache Uhren mit integriertem Armband

Auf der Messe hat Jaeger-LeCoultre den Trend zu besonders flachen Zeitmessern auf ein neues Niveau gehoben. Die Manufaktur überarbeitete die Master Control grundlegend und stattete sie erstmals mit einem integrierten, dreireihigen Metallband aus, das harmonisch und nahezu nahtlos in das Gehäuse übergeht. Die neue Master Control Chronomètre Date misst elegante 38 Millimeter im Durchmesser und beeindruckt mit einer Höhe von lediglich 8,4 Millimetern. Damit vereint sie auf überzeugende Weise die feine Eleganz einer ultraflachen Dresswatch mit der modernen Ausstrahlung und Alltagstauglichkeit einer sportlichen Stahluhr mit integriertem Armband.

TAG Heuer Carrera: Der ungebrochene Vintage-Trend

Vintage bleibt ein prägender Trend, den die Uhrenindustrie mit großer Leidenschaft aufgreift. Die Neuinterpretation legendärer Klassiker in zeitgemäßem Gewand zählt auch 2026 zu den wichtigsten Strömungen der Branche. Kleinere Gehäusedurchmesser, gewölbte Saphirgläser mit der Anmutung historischer Plexigläser sowie authentische Zifferblattgestaltungen verleihen vielen Neuheiten ihren besonderen Reiz. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die auf der Watches & Wonders präsentierte TAG Heuer Carrera, die den Charme vergangener Jahrzehnte gekonnt in die Gegenwart transportiert.

Unterm Strich zeigt sich, dass zahlreiche Hersteller mit ihren Neuheiten auf der Watches & Wonders den Nerv der Zeit getroffen haben. Vor allem die behutsame Weiterentwicklung etablierter Modelle erwies sich als Erfolgsrezept. Statt auf spektakuläre Experimente zu setzen, verfeinerten die Marken bewährte Konzepte und schufen damit Uhren, die bestehende Fans begeistern und zugleich neue Liebhaber für die Welt der Mechanik gewinnen konnten.

 

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